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Lkw-Führerschein

Grundqualifikationen

Da Lkw fahren eine hohe Verantwortung bedeutet, gibt es das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Demnach muss jeder, der nach dem 10. September 2009 seinen Führerschein der Klassen C1 oder C zu gewerblichen Zwecken nutzen möchte, zustäzlich eine beruflichen Grundqualifikation erwerben. Dafür gibt es drei Möglichkeiten.

- Berufsausbildung: dazu zählen die Abschlüsse als Berufskraftfahrer/in, Fachkraft im Fahrbetrieb sowie ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit vergleichbaren Kenntnisse/Fähigkeiten.

- Grundqualifikation: es müssen z wei umfangreiche Prüfungen - Theorie 240 Minuten, 210 Minuten Praxis - absolviert werden

- Beschleunigte Grundqualifikation: umfangreiche Ausbildung mit 140 Stunden Theorie mit abschließender 90-minütiger Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer.

- Weiterbildungen im Rahmen des BkrFQG: als gewerblich eingesetzter Fahrer muss man alle fünf Jahre eine Weiterbildung von 35 Stunden innerhalb von fünf Jahren machen.

- Nachweis: Die Schlüsselzahl 95 im Feld 12 des Führerscheins gilt als Nachweis für Grundqualifikation und Weiterbildung

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Gültigkeitsdauer

Der Lkw-Führerschein ist in viele verschiedene Klassen eingeteilt. Aber nur für die Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, T und L gibt es eine unbefristete Gültigkeitsdauer.

Für die Führerschein der Klasse C1 und C1W für Fahrzeuge bis 7,5t (nach 1998 ausgestellt) gelten folgende Regeln:

- Fahrerlaubnis gilt bis zum 50. Lebensjahr
- bei Neuerteilung nach dem 45. Lebensjahr wird der Führerschein für fünf Jahre ausgestellt
- Inhaber der alten Klasse 3, die auf BE und C1E umgestellt werden kann, sind von dieser Regelung ausgeschlossen

Führerschein der Klasse C oder CE (Fahrzeuge über 7,5t)

- Fahrerlaubnis gilt immer für funf Jahre, wird aber verlängert, wenn die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden
- Inhaber der alten Klasse 2 müssen ab dem 50.Lebensjahr auf die Klasse CE umstellen, ansonsten ist das Führen von Fahrzeugen über 7,5t verboten.

Leistungsanforderungen

Für den "Profi-Fahrer" im Verkehr gibt es seitens des Gesetzgebers besonders hohe Anforderungen. Folgende Untersuchungen müssen deshalb gemacht werden lassen:

- Reaktionsfähigkeit
- Aufmerksamkeitsleistung
- Orientierungsleistung
- Belastbarkeit
- Konzentrationsleistung

Zudem muss ein Sehtest durchgeführt werden:

- die zentrale Tagessehschärfe muss auf jedem Auge 0,8 betragen, beidäugig sind es 1,0. Die Korrektur mit Brille darf maximal plus 8,0 Dioptrien beantragen, ansonsten müssen Kontaktlinsen getragen werden
- das Farb- und Stereosehen muss normal sein
- das Gesichtsfeld wird mit Hilfe eines automatischen Halbkugelperieter in einem Bereich 70 Grad nach beiden Seiten und bis 30 Grad nach oben geprüft werden

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