Urlaub im Van – Flexibel reisen

Fern der Touristenmassen, flexibel und nachhaltig Urlaub machen? Das Reisen im Van oder Camper erfreut sich immer größerer Beliebtheit – Zur Zeit auch besonders als Alternative zum typischen Sommerurlaub. Wir erklären dir, was du darüber wissen musst und wie du deinen ersten Roadtrip im Van meisterst.

Camper Van steht vor einem Gebirge
© aurelien-wild-spot/unsplash

In aller Kürze:

  • Verreisen im Van bedeutet Entspannung, Freiheit und Flexibilität.

  • Hinterlasse die Natur immer so, wie du sie vorgefunden hast.

  • Informiere dich über europäische Länder, in denen du nachts problemlos überall mit deinem Van parken kannst.

Für wen eignet sich das Reisen im Camper?

Das Reisen im Van bedeutet, dass auf engstem Raum nur das Wichtigste mit kann. Dir sollte bewusst sein, dass du auf den großen Hotel-Luxus verzichten musst. Da du dich aber selbst versorgst, ist dein Urlaub recht günstig. Das sogenannte Vanlife ist besonders beliebt bei Naturliebhabern und Menschen, die gern Ruhe und Entspannung fernab von Terminstress durch An- und Abreise suchen. Da du flexibel bist, kannst du beispielsweise stets spontan entscheiden, wo du übernachten möchtest und es bietet sich die Möglichkeit auch inmitten der Wildnis zu verweilen. Du musst keine aufwendigen Reiserouten planen oder Hotelzimmer buchen – mit dem Van bist du der völligen Freiheit ganz nah!

In welche Länder kannst du reisen?

Ausblick aus einem ausgebauten Van
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Im Grunde kannst du mit deinem Van oder Camper in jedes Land reisen. Wenn du bei deinem Urlaub aber besonders hohen Wert auf Naturverbundenheit und Entschleunigung legst, empfehlen wir dir dich über Länder zu informieren, in denen du nicht auf einen Campingplatz angewiesen bist. In vielen Ländern wie Italien, Slowenien oder Kroatien ist es zum Beispiel verboten, sich mit dem Camper mitten in die Wildnis zu stellen.

Norwegen, Finnland, Schottland und die baltischen Staaten eignen sich perfekt für den Urlaub mit dem Van: Hier kannst du fast überall nachts in deinem Fahrzeug übernachten.

Wichtig!

Hinterlasse die Natur so, wie du sie vorgefunden hast. Müll oder Zerstörung ist ein absolutes No-Go.

Welches Fahrzeug eignet sich?

Wenn du gern zeltest und nicht viel Platz brauchst oder allein reist, kannst du durchaus deinen Pkw nutzen. Das romantische Vanlife stellt man sich allerdings in einem alten VW Bulli oder Oldtimern vor. Meistens sind diese Fahrzeuge aber sehr teuer und es können während der Reise auch mal aufwendige Reparaturen anfallen. Viele “Slow-Traveller” bauen ihren Bus selbst aus – hier ist allerdings handwerkliches Geschick gefragt. Inspiration gibt es mittlerweile auf jeglichen Plattformen.

Als Roadtrip-Anfänger würden wir dir für das Reisen im Van ein neueres Modell empfehlen:

Der VW T6 bietet beispielsweise genug Raum für 4 Personen plus Schlafplätzen. Es gibt genügend Freiheit zum Umbau des Vans. Der klassische Mercedes Benz Sprinter ist da schon eher die Deluxe-Variante. Wenn du den Van zu einem Hobby oder Projekt machen und ihn auf eigene Faust umbauen möchtest, eignet sich der Sprinter zum richtigen Austoben und Ausprobieren.

Wer nicht ganz so viel Platz benötigt, für den könnte auch ein VW Touran, der Ford S-Max oder der Dacia Lodgy ausreichen.

Weitere Modelle und hilfreiche Infos zum Van findest du hier und wenn du dich über diese Fahrzeugklasse noch besser informieren willst, schau hier vorbei.

Camper Van vor einem See
© Oleksandr / AdobeStock

4 Tipps für den Urlaub im Van

Einsteigen und los geht’s? So einfach ist es dann leider doch nicht. Ein wenig Planung ist da schon erforderlich. Wir geben dir ein paar nützliche Tipps an die Hand:

  1. Van kaufen oder nur mieten?

    Du musst nicht direkt ein Fahrzeug kaufen. Wenn du einen Van oder Camper mietest, ist das nicht nur nachhaltig sondern auch sparsam für den Geldbeutel. Es gibt in Deutschland viele regionale Anbieter für Wohnmobile. Wenn du vor Ort an deinem Reiseziel einen Van mieten möchtest, ist das auch möglich. Oftmals sind diese Camper auch bestens ausgestattet und bieten alles, was du für einen Roadtrip durch das Land benötigst.

  2. Gepäck

    Der Stauraum im Van ist begrenzt und schweres Gepäck bedeutet auch einen höheren Spritverbrauch. Reise leicht und packe nur Dinge ein, die du wirklich brauchst. Unterwegs kannst du auf Campingplätzen deine Wäsche waschen. Technische Geräte solltest du ebenfalls reduzieren, denn es gibt nicht überall einen Stromanschluss.

  3. Lebensmittel

    Im Van kannst du auch gut selbst kochen, das wichtigste Kochequipment sollte deshalb immer dabei sein. Am besten nimmst du auch Lebensmittel mit, die lang haltbar sind und nicht gekühlt werden müssen. Unterwegs wirst du auch den ein oder anderen Supermarkt passieren, bei dem du deine Vorräte wieder auffüllen kannst.

  4. Kosten

    Abgesehen von den Kosten beim Kauf oder bei der Miete eines Campers kommen natürlich die Kosten für Verpflegung, Sprit und Übernachtung auf Campingplätzen hinzu. Plane deine Reise nach einem Budget. Davon hängt auch die Länge der Strecke und die Dauer deines Urlaubes ab. Ab und an möchtest du vielleicht auch mal im Restaurant dinieren oder mit deinen Kindern einen Ausflug in einen Freizeitpark machen, berücksichtige also auch diese Vorhaben.

Übrigens:

Kleingeld sammeln lohnt sich! Sei es für die Mautstationen, Parkplätze oder die Waschmaschine, die nur mit Münzen funktioniert.

Fazit

Der Urlaub im Camper oder Van ist nicht nur im Trend, sondern gibt dir nach stressigen und aufreibenden Zeiten die Entspannung und Ruhe, die du brauchst. Durch die Flexibilität kannst du deine Freiheit im Urlaub vollends genießen und wunderbare Orte auf eine ganz andere Art bereisen.


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