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Die Standheizung – Wärme und Sicherheit im Fahrzeug

Wenn du es leid bist im Winter die vereisten Scheiben deines Autos frei zu kratzen oder dich in deinen eiskalten Wagen zu setzen, kannst du dir Abhilfe mit einer Standheizung schaffen. Informiere dich hier über Funktionsweise und Vorteile.

Verschneite Straße mit Autos
© AdobeStock / Petair

In aller Kürze:

  • Die gängigsten Standheizungen arbeiten mit Kraftstoff oder Strom.
  • Insel-Lösungen heizen den Innenraum des Fahrzeugs, Inline-Lösungen zusätzlich auch den Motor.
  • Elektrische Standheizungen benötigen mehr Zeit zum Erwärmen als kraftstoffbetriebene.

Wie funktioniert die Standheizung im Auto?

Benziner- und Dieselstandheizungen bedienen sich aus dem Kraftstofftank des Fahrzeugs. Elektrische Standheizungen beziehen den Strom aus einer Steckdose. So oder so verbrauchen Sie Energie. Elektrische Standheizungen sind nur für Eigentümer eines Grundstücks oder einer Garage geeignet, wo auch eine Steckdose vorhanden ist. Parkt dein Auto am Straßenrand, fällt diese Option also schon mal weg.

Bei den kraftstoffbetriebenen Heizungen gibt es zwei unterschiedliche Lösungen: Die Insel-Lösung erwärmt lediglich den Innenraum des Fahrzeugs. Die Inline-Lösung hingegen beheizt zusätzlich auch den Motor. Das wärmt ihn und schützt ihn vor Verschleiß.

Beim Hersteller erfragen

Ob dein Auto sich für eine Inline-Lösung eignet, solltest du unbedingt beim Hersteller erfragen, denn eine nicht passende Standheizung kann zu Fehlermeldungen in der Motorsteuerung führen.

Elektrische Standheizungen sind durch den 230-V-Stromanschluss auf 3 kW beschränkt und brauchen deshalb im Vergleich zu Benziner- und Dieselstandheizungen sehr lange, um den Fahrzeug-Innenraum aufzuheizen. Lies hierzu auch den ausführlichen Vergleich von Standheizungstypen beim ADAC .

Abgesehen von den kraftstoffbetriebenen und elektrischen Standheizungen gibt es noch weitere Formate:

  • Wasserstandheizungen sind kraftstoffbetriebene Systeme im Motorraum, die Kühlwasser erhitzen und die Wärme über das Gebläse in den Innenraum leiten.
  • Gasstandheizungen sind vor allem für den Einsatz in Wohnmobilen geeignet. Sie werden an die Gasflasche angeschlossen und erwärmen den Innenraum ohne Verbrauch aus dem Kraftstofftank.
  • Luftstandheizungen werden im Innenraum verbaut und erwärmen die Luft über einen Brenner. Sie werden oft in Lkw-Kabinen oder Campingmobilen eingesetzt.

Wie sinnvoll ist eine Standheizung?

  • Freie Scheiben bedeuten mehr Sicherheit durch einwandfreie Sicht.
  • Ein angewärmter Wagen heißt Komfort an den kalten Tagen des Jahres.
  • Ein schonender Start sorgt für Werterhalt und Umweltschutz.
  • Vorwärmen schont den Motor und erhöht seine Lebensdauer.
  • In der Startphase kommt es zu weniger Abgas-Schadstoffen und geringerem Spritverbrauch.

Welche ist die beste Standheizung für mich?

Welche Standheizung die beste für dich ist, hängt ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Kraftstoffbetriebene Standheizungen erhöhen den Fahrkomfort und deine Sicherheit. Die Umweltbilanz fällt dabei akzeptabel aus. Die bekanntesten deutschen Hersteller für brennstoffbetriebene Standheizungen sind Webasto und Eberspächer. Benziner-Standheizungen können insbesondere bei älteren Modellen ohne Partikelfilter einen positiven Effekt auf die Abgasemissionen haben.

Elektrische Standheizungen können für Wenig- und Kurzstreckenfahrer sinnvoll sein. Sie sind aber nur bei Nutzung von Ökostrom umweltverträglich. Hersteller von elektrischen Standheizsystemen sind Calix, Defa und Ritter.


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