Reifen richtig einlagern

Bei den meisten Autos steht, nach der O bis O Regel (Oktober bis Ostern), zweimal im Jahr ein Reifenwechsel an. Sobald die Reifen, auch Pneus genannt, runter vom Fahrzeug sind, stellt sich die Frage, wie man die Reifen richtig einlagern soll. Hierbei sind einige Dinge zu beachten, damit die Reifen möglichst lange halten und die Einlagerung überstehen.

Lesedauer: 4 Minuten

Mehrere Reifen im Lager
© unsplash_jonathan-gallegos

Die richtige Lagerung

Je nachdem, ob du die Reifen mit oder ohne Felgen lagern möchtest, gibt es unterschiedliche Standards, wie du deine Reifen richtig aufbewahren solltest. Bei der Einlagerung unterscheidest du zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder du hebst deine Reifen ohne Felgen auf oder du lagerst sie mit Felgen als Komplettrad. Am gängigsten ist eine Lagerung mit Felgen, also das komplette Rad. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Reifen optimal als Komplettrad einzulagern:

  • Liegend / Stapeln: Auf dem Boden oder auf einem Felgenbaum / Reifenständer
  • Hängend: Für diese platzsparende Möglichkeit eignen sich Reifenwandhalter

Wo lagere ich meine Reifen am besten?

Gelagerte Reifen benötigen einen Ort, der die Reifenoberfläche schont. Hier sollten diese Eigenschaften gegeben sein:

  • Kühl (eine beständige Temperatur zwischen fünf bis 15 Grad Celsius)
  • Sauber
  • Trocken

  • Dunkel

Demnach eignet sich für die Lagerung im eigenen Zuhause am besten der Keller oder die Garage. Weniger geeignet für die Reifenlagerung sind Orte außerhalb des Hauses, wie zum Beispiel im Garten oder Carport.

Tipp!

Reifentaschen eignen sich besonders gut für die richtige Lagerung von Reifen im Keller. Die Taschen halten den Reifen nämlich trocken und vor allem staubfrei.


Was sollte ich vor dem Einlagern beachten?

Damit die Reifen unbeschadet die Saison zum Beispiel im Keller überstehen, empfiehlt es sich, die Reifen zu säubern und von Öl, Fett und anderen Fremdkörpern zu befreien. Sämtlicher Schmutz auf den Reifen kann nämlich die Oberfläche angreifen und somit den Reifen beschädigen. Für die richtige Lagerung ist es außerdem ratsam, die Reifen mit ca. 0,5 Bar mehr Luft zu befüllen. Das sorgt für eine stabile Lagerung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Reifen zu markieren, damit sie nach der Saison wieder an die richtige Stelle am Fahrzeug gesetzt werden können. Dazu werden oft Abkürzungen, wie VL und VR (vorne links und vorne rechts) sowie HL und HR (hinten links und hinten rechts) verwendet. Bei manchen Reifen findest du an der Seite auch schon eine Angabe, die anzeigt, in welche Richtung sich der Reifen drehen soll. Dann reicht es aus, wenn du markierst, ob der Reifen vorne oder hinten angebracht war.

Gestapelte Reifen
© jon-tyson/unsplash

Schmutz auf den Reifen kann die Oberfläche angreifen und den Reifen beschädigen. Deshalb sollten die Reifen vor dem Einlagern gereinigt werden.


Was passiert, wenn die Reifen falsch eingelagert werden?

Eine falsche Lagerung der Reifen verkürzt die Lebenszeit. Einen beschädigten Reifen erkennst du an einer porösen oder sogar rissigen Oberfläche, Beulen und Verformungen. Diese defekten Pneus sollten unbedingt von deiner Werkstatt überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden, da sie die Sicherheit deines Fahrzeugs im Verkehr gefährden können.

Reifen professionell einlagern lassen

Viele Fachhändler und Fachwerkstätten bieten neben dem Reifenwechsel meistens auch eine Reifeneinlagerung für eine kleine Gebühr pro Saison an. Das hat den Vorteil, dass zum einen die Reifen keinen Platz zuhause wegnehmen und zum anderen, dass sie korrekt gelagert und nach der Saison wieder kontrolliert auf das Fahrzeug montiert werden können.


Ab wann sollte man Reifen nicht mehr lagern, sondern austauschen?

Es gibt über einen offensichtlichen Reifenschaden hinaus noch weitere Gründe, warum ein Reifen komplett ausgetauscht werden muss:

Gesetzlich vorgeschrieben ist mindestens eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter. Ist die Profiltiefe niedriger, dann darf der Reifen nicht mehr benutzt werden. Für optimale Sicherheit empfiehlt der ADAC bei Sommerreifen eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern und bei Winterreifen sogar vier Millimetern. Die alten Pneus werden in der Regel von Reifenhändlern entsorgt oder können beim Recyclinghof für eine kleine Gebühr entsorgt werden.
Reifen halten in der Regel zwischen sechs und acht Jahren und sollten danach unbedingt ausgetauscht werden. Das Alter lässt sich mit der sogenannten DOT-Nummer bestimmen. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche an und die letzten beiden Ziffern das Jahr der Herstellung. Enthält die DOT-Nummer zum Beispiel die Ziffern „4018“, dann wurde der Reifen in der 40. Kalenderwoche im Jahr 2018 hergestellt.

Tipp!

Ausgemusterte Reifen einfach upcyceln. Die Reifen eignen sich ohne die Felgen zum Beispiel im Garten als Pflanzentopf oder mit einer Auflage auch als tiefer Sitzhocker.


Werksatt

Werksatt

Du hast keinen Platz, deine Reifen bei dir einzulagern? Kein Problem, suche dir hier einfach eine passende Werkstatt, die das für dich übernimmt.

Rund um die Fahrzeugwartung